WIR FEIERN UNSERE WURZELN UND FLÜGEL
20 Jahre Women and Earth
22.–25. September 2016, Asp bei Aarau, Schweiz, herzberg.org Asp bei Aarau, Schweiz

WIR FEIERN
UNSERE
WURZELN
UND FLÜGEL

20 Jahre
Women
and Earth

22.–25.
September 2016
Asp bei Aarau
Schweiz
herzberg.org

  • Badamkhorol Samdandamba
  • Mongolei

Badamkhorol Samdandamba

Urtiin Duu Sängerin

Die mongolische Urtiin Duu Sängerin Samdandamba Badamkhorol (Baadma) studierte in ihrer Heimatstadt Ulaanbaatar, Mongolei, traditionellen Urtiin Duu Gesang. Sie gab Konzerte in aller Welt. Auch als Musikethnologin hat sie sich einen Namen gemacht, denn sie zählt zu den wenigen Künstlerinnen ihres Landes, die sich auf die Erforschung der uralten Liedtraditionen spezialisiert hat.

Seit 1999 kam eine neue Tradition hinzu: Baadma, die mongolische Urtiin Duu Sängerin gründete das alljährliche Musikfestival ROARING HOOVES, mit Konzerten für Nomaden in der Wüste Gobi, welches in einem ARTE TV Beitrag als wundervollstes Kulturereignis überhaupt und von der Zeitschrift GEO als eine der 50 unglaublichsten Reisen der Welt bezeichnet wurde.
Baadma betreute über 50 internationale Kulturprojekte, darunter das erste Schamanentreffen und die erste internationale Konferenz der Obertonsänger in der Mongolei.

Urtiin duu

Die Mongolen singen gern, nicht nur in ihren Jurten sondern auch im Dialog mit der Natur. Es entstanden für diesen Dialog mit der Natur ganz besondere Musizierformen und Gesangstechniken: Musik für den Himmel, die Tiere, Berge, Seen und Blumen.

Man ist ein kleines Volk, man braucht die Hilfe anderer, man braucht auch Sicherheit und Vertrauen und man vertraut zuallererst dem blauen Himmel. Der Urtin Du-Gesang der Frauen entstand als kraftvoller Dialog mit dem heiligen blauen Himmel in der Einsamkeit, der überwältigenden, aristokratischen Stille der Wüste Gobi. Es ist die Einsamkeit in der Weite, die eine Sehnsucht nach Nähe auslöst und eigene Musizierformen auch für gesellige Gesänge in den Jurten hervorbrachte. Man lebt mit und auch von den Tieren und das Musizieren für Tiere gehört zu den kulturellen Überlebensstrategien dieser größten Nomadenkultur der Welt. Das Nationalinstrument Morin Khur (Pferdekopfgeige) bringt mit seinem weichen Klang sogar Kamelmütter zum weinen und dient damit dem Überleben der zuvor verstoßenen Kameljungen.

(Foto: Anita Walter)

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